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Warum psychosoziale Unterstützung wichtig ist

Die fachliche Betreuung durch das AKUTteam NÖ ist eine wertvolle Unterstützung. Speziell ausgebildete Fachkräfte aus SozialarbeiterInnen und PsychotherapeutInnen helfen in der akuten Phase zu stabilisieren und bei der Verarbeitung des Erlebten zu begleiten.

Psychische Belastung nach außergewöhnlichen Ereignissen

Ein unerwartetes oder belastendes Ereignis kann für Betroffene sowie für deren Angehörige eine erhebliche seelische Herausforderung darstellen. Situationen wie Unfälle, plötzliche Erkrankungen, Gewalterfahrungen oder andere Notfälle lösen häufig starke emotionale Reaktionen aus. Gefühle von Angst, Ohnmacht, Trauer oder Verwirrung sind dabei normale und nachvollziehbare Reaktionen auf eine außergewöhnliche Situation.

Natürliche Reaktionen und Ressourcen

Viele Menschen verfügen über persönliche Fähigkeiten und soziale Unterstützung, die helfen, ein solches Ereignis zu verarbeiten. Gespräche mit vertrauten Personen, Unterstützung aus dem familären Umfeld oder das Nutzen eigener Bewältigungsstrategien können dazu beitragen, die Situation schrittweise zu bewältigen. Mit ausreichend Zeit und geeigneten Hilfsmittel gelingt es häufig, das Erlebte einzuordnen und wieder Stabilität zu gewinnen

Wenn die Belastung zu groß ist

Manchmal wird ein Ereignis jedoch als besonders intensiv oder überwältigend erlebt. Hinzu kommen können frühere belastende Erfahrungen, persönliche Krisen oder ander erschwerende Lebensumstände. In solchen Fällen reichen die eigenen Kräfte und bisherigen Bewältigungsmöglichkeiten möglicherweise nicht mehr aus. Betroffene fühlen sich dann überfordert, hilflos und stark beeinträchtigt.

Anzeichen für Unterstützungsbedarf

Als betroffene Personen bemerken Sie an sich vielleicht körperliche und/oder emotionale Veränderungen, die Sie belasten. Diese Veränderungen sind normale Reaktionen auf außergewöhnliche Ereignisse. Sie sind oft unterschiedlich und können unmittelbar, aber auch verzögert auftreten und dauern für gewöhnlich einige Tage bis zu vier Wochen an. Beispiele für solche Reaktionen sind:

  • sich aufdrängende Erinnerungen an das Ereignis in Form von Bildern, Gerüchen, Geräuschen
  • Einschlaf- und Durchschlafstörungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit, körperliche Unruhe
  • Vermeidung von bestimmten Orten, Situationen oder Personen, die mit dem Ereignis in Zusammenhang stehen
  • verschiedene Emotionen, die sich immer wieder abwechseln (z.b. Angst, Trauer, Verzweiflung, Ärger, Wut)
  • ein Gefühl von innerer Teilnahmslosigkeit, Rückzug aus dem sozialen Umfeld
  • bei Kindern variieren die Reaktionen je nach Alter und Entwicklungsstand

Professionelle Hilfe durch das AKUTteam

In diesen Situationen kann eine fachliche Betreuung durch das AKUTteam eine wertvolle Untersützung darstellen. Das Team bietet gezielte Hilfe von Sozialarbeitern und Psychotherapeuten an, um Betroffene in der aktuen Phase zu stabilisieren und bei der Verabeitung des Erlebten zu begleiten. Dies kann beispielsweise erfolgen in Form von:

  • Stärkung der vorhandenen Kräfte
  • Clearing im Bereich psychosozialer Krisen
  • altersgerechter Unterstützung von Kindern
  • Hilfestellung im Umgang mit belastenden Reaktionen
  • Verstehen von unterschiedlichen Reaktionen im Umfeld
  • Beratung und Vernetzung bei sozialen Problemen
  • ersten traumatherapeutischen Interventionen
  • Planung von nächsten Schritten
  • Unterstützung bei der Rückkehr in eine Form des Alltags
  • Organisation von geeigneter fachlicher Weiterbetreuung bei Bedarf

Das können Sie selbst tun

Sie können die Verarbeitung des Geschehens auch selbst durch Maßnahmen unterstützen, wie beispielsweise

  • im Freundeskreis, mit Ihrer Familie oder sonstigen Vertrauenspersonen über das Erlebte, Ihre Reaktionen und Gefühle sprechen
  • sich Zeit für Ihre Bedürfnisse und Gefühle zugestehen: Trauer, Angst, aber auch Wut dürfen sein! Die Bandbreite an möglichen Reaktionen und Emotionen ist groß und kann innerhalb kurzer Zeit auch schwanken
  • auf eine ausgewogene Ernährung und auf ausreichend Schlaf- und Erholungsphasen achten
  • sich in dieser schweren Zeit etwas Gutes tun, auch wenn es Kleinigkeiten sind, wie z.B. Spaziergänge in der Natur, Musik hören, etc.
  • eine gewisse Alltagsroutine wiederaufnehmen, dies kann Halt und Struktur geben
  • auf spezielle Bedürfnisse von betroffenen Kindern und Jugendlichen eingehen, wie z.B. das altersgerechte Beantworten von Fragen, Durchfüren von gemeinsamen Ritualen
  • sich professionelle Unterstützung holen

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